Hardangervidda Etappe 2: Von Seen und Wasserfällen (Valldalsvatnet – Vivassdalen – Holmavatnet)

Nach dem wechselhaften Wetter des Vortages, wurden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt. Gestärkt von Haferbrei mit Zimt und Zucker, unser Frühstück für den restlichen Urlaub, machten wir uns auf den Weg. Er führte uns zunächst entlang des Valldasvatnet und einigen Ferienhäuschen vorbei in Richtung Vivassdalen. Wie auch schon am Tag zuvor, war die Landschaft geprägt von Wasser. Blauschillernde Flüsse, rauschende Wasserfällen und eiskalte Seen. An einem dieser Seen warfen sich kleine norwegische Wikingerkinder todesmutig in die Fluten.

Als die Landschaft felsiger wurde und sich das Tal verbreiterte, trafen wir auf zwei ungewöhnliche Wandersmänner: Auf ihren Schultern trugen sie ein grünes Kanu durch die Landschaft. Wir vermuteten, dass das Ziel ihrer Reise sicher einer dieser eiskalten Seen sein müsste. Am Ufer einer der Seen holten wir sie ein. Als wir sie fast erreicht hatten, fing einer der beiden plötzlich an zu schreien und drehte wieder um. Hatte das  etwas mit dem verwaisten Rucksack zu tun, den wir vor 1,5 Stunden, nebst Paddeln hatten am Wegesrand liegen sehen? Wie liefen weiter. Etwa eine halbe Stunde später schlugen wir unser Zelt auf einer kleinen Anhöhe direkt oberhalb des Sees auf.