Die einfachste Art unterwegs Bilder zu teilen ist es, einfach alle Fotos mit dem Smartphone zu machen und sie dann bei Facebook oder Instagram zu posten. Knips, Zack, Fertig! Nicht weiter schwierig. Das machen alle so, ist auch irgendwie naheliegend. Da ich aber meistens der Fotografie wegen unterwegs bin, mir die Qualität der Bilder wichtig ist und ich dafür sogar oft ein Stativ und diverse Objektiven dabei habe, ist das für mich nicht die Lösung. Ich fotografiere eher nicht mit dem Handy, dafür aber in RAW und entwicklen muss ich die Bilder dann später auch noch und zwar mit Lightroom. In diesem Beitrag habe ich beschrieben, was ich wann, warum einpacke. Für mein bevorstehendes Projekt, Norge på langs, habe ich mir lange überlegt, wie ich diesen Workflow, mit möglichst leichtem Gepäck, abbilden kann. Die Lösung, zu der ich gekommen bin, ist folgenden:

  • Ich werde mit einer Fuji XT-10 oder XT-20 fotografieren. Die Kameras sind klein und leicht und sogar die Kit-Objektive liefern eine super Bildqualität. Außerdem mag ich die Haptik, das Handling und den Bildlook der Fujis.
  • Als Backup werde ich wohl die G5X von Canon mitnehmen, mal sehen.
  • Die Texte schreibe ich auf meinem iPad mini 4. Ich habe mir eine Schutzhülle mit Tastatur von Logitech besorgt. Die Tasten sind zwar etwas kleiner als normal, ich komme dennoch gut zurecht. Als Textverarbeitung verwende ich einen einfachen Markdown Editor. iA Writer bringt eine Exportfunktion zu WordPress mit, was ich sehr praktisch finde. Die Texte werden in WordPress dann zuerst als Entwurf gespeichert und ich kann sie später veröffentlichen. Zusätzlich habe ich die WordPress App installiert, die ist wesentlich schneller als die Weboberfläche im Browser, weil deutlich weniger Daten verschickt werden müssen.
  • Zum Sichten, Sortieren und Bearbeiten meiner Bilder verwende ich Lightroom mobile. Für meine Anforderungen an die RAW Entwicklung unterwegs ist das mehr als ausreichend. Wenn ich zwischendurch doch mal irgendwo eine gute Wlan Verbindung zur Verfügung haben sollte, kann ich sogar das eine oder andere Bild in der Adobe-Cloud sichern.
  • Ein direkter Import der Bilder nach Lightroom ist zur Zeit leider nicht möglich. Mit Hilfe des Apple Camera Connection Kits kann man die RAW Bilder aber von der SD Karte auf das iPad und in die Fotos App kopieren. Von dort müssen die RAW Dateien dann in einem zweiten Schritt aus Lightroom heraus importiert werden. Um nicht alle Bilder doppelt abzulegen, leert man die Fotos Bibliothek hinterher wieder. Etwas umständlich aber anders geht es wohl gerade nicht.
  • Es gibt keine spezielle Instagram App für das iPad. Es ist zwar möglich die Version für das iPhone zu installieren, die wird dann aber entweder zu klein und scharf oder bildschirmfüllend und pixelig dargestellt. Funktionieren tut sie aber trotzdem. Ein kleiner Tip: Zum Teilen der Bilder wählt man in Lightroom am besten nicht den Dialog „Teilen“ sondern „Öffnen in“ und dort nicht „Instagram“, sondern „In Instagram kopieren“ aus. Nur so hat man alle Optionen wie Beschnitt, Filter, Personen markieren und den ganzen gewohnten Rest zur Verfügung.

Die Fuji X-T10/20 besitzt übrigens auch ein Wlan Modul. Mit der Fuji App kann man sich so direkt mit der Kamera verbinden und die RAW Bilder importieren. Da dieses Vorgehen aber vermutlich mehr Strom als nötig kostet, werde ich den Apple Card-Reader verwenden.

Backups meiner Fotos auf Reisen, auch ohne Notebook

Wenn man mehrere Monate mit Rucksack und Zelt zu Fuß unterwegs ist, nimmt man wohl eher kein Notebook mit. Da wo ich unterwegs bin gibt es ohnehin selten Strom ich muß wohl mit einem Solarpanel und einer kleinen Powerbank auskommen. Wie eben beschrieben reicht mir ein Tablet für meine Texte und Bilder. Die einzige Frage die ich noch nicht geklärt habe ist, wie ich Backups meiner SD-Karten machen kann. Mein iPad hat zwar 128GB aber für vier Monate ist das eventuell nicht ausreichend. Ich könnte natürlich schon unterwegs nur die besten Bilder auf das iPad sichern, bzw. nach dem Importieren der SD Karte die weniger guten Bilder aussortieren. Wenn dann eine Karte kaputt geht ist das zwar schade, aber die besten Bilder wären dann ja noch auf dem iPad gesichert. Wenn ich zwischendurch, in größeren Orten ein Wlan nutzen kann, würde ich meine Lightroom mobile Bibliothek in der Adobe Cloud sichern. Aber reicht mir das wirklich? Ist das praktikabel? Ein Verlust der Bilder wäre eine mittelschwere Katastrophe. Es gibt kleine 2.5 Zoll Festplatten mit einem SD Karten Slot. Diese kleinen Platten kopieren einfach jede Bilddatei der eingesteckten Karte auf die Platte. Hört sich erstmal praktisch an, ist dann allerdings ein weiteres Gerät das ich tragen muß und das auch immer mal wieder mit Strom versorgt werden will.

Ein weitere, etwas umständliche Möglichkeit gibt es aber noch. Mit einem Android Telefon und einem OTG SD-Card Readers könnte man zum Beispiel mit Hilfe des Total Commanders, Backups seiner SD Karten auf anderen SD Karten machen. Das würde bedeuten, alle Dateien der ersten Karte auf das Handy kopieren, SD Karte austauschen und auf die zweite Karte sichern. Die Methode nervt mich zwar schon beim aufschreiben, erfordert aber nichts weiter als Speicherkarten.
Wenn einer von euch noch einen anderen guten Tip hat, ich bin für alles dankbar. Schreibt mir gerne einen Kommentar.